Dr. Matthias Laarmann
Nec laudibus nec timore.
Fachwissenschaft

1. Fachwissenschaftliche Monographien, Aufsätze, Texteditionen und Bibliographien:

1)      Laarmann, Matthias: Bibliographia auxiliaris de vita, operibus et doctrina Henrici de Gandavo. In: Franziskanische Studien 73 (1991), S. 324-366.

2)      Laarmann, Matthias: God as primum cognitum. Some Remarks to the Theory of Initial Cognition of Esse and God according to Thomas Aquinas and Henry of Ghent. [Vortrag auf dem 'International Henry of Ghent Colloquium on the Occasion of the 700th Anniversary of the His Death. Leuven, 15-17 september 1993']. In: Willy Vanhamel (ed.): Henry of Ghent. Proceedings of the International Colloquium on the Occasion of the 700th Anniversary of His Death (1293) [Festschr. Raymond Macken zum 70. Geb.] (Ancient and Medieval Philosophy. De Wulf-Mansion Centre. Series I/15). Löwen: Peeters 1996, S. 171-191.

3)      Laarmann, Matthias: Richard Schaeffler, Bibliographie 1952-1996. In: Matthias Laarmann/Tobias Trappe (Hrsg.): Freiheit - Geschichte - Identität. Zum Schnittpunkt von Philosophie und Theologie. Für Richard Schaeffler [zum 70. Geburtstag]. Freiburg/Basel/ Wien: Herder 1997, S. 377-392.

4)      Laarmann, Matthias: Deus, primum cognitum. Die Lehre von Gott als dem Ersterkannten des menschlichen Intellekts bei Heinrich von Gent († 1293) (Beiträge zur Geschichte der Philosophie und Theologie des Mittelalters, N. F. 52). Münster i.W.: Aschendorff 1999 (XII, 528 S.).

Gekürzte u. leicht überarb. Fassung von: Laarmann, Matthias: Deus, primum cognitum. Gott als Ersterkanntes des menschlichen Intellekts nach der Lehre des Heinrich von Gent († 1293). Eine theologiehistorische Studie zu seiner Theorie natürlicher Gotteserkenntnis und ihrer Wirkungsgeschichte. Diss. theol. Bochum 1997 (VI, 467, 87* S.) [Promotor und Erstgutachter: Prof. em. Dr. Ludwig Hödl; Zweitgutachter: Prof. Dr. Wendelin Knoch].

Rezensionen:

1.      Theologische Literaturzeitung 125 (2000), Sp. 1176-1178 (Karl-Hermann Kandler).

2.      Medioevo Latino 21 (2000), S. 180, nr. 1847 (Christian Heitzmann).

3.      Tijdschrift voor Filosofie 63 (2001), S. 170-171 (Adriaan Pattin).

4.      Philosophisches Jahrbuch 108 (2001), S. 175-177 (Tobias Hoffmann).

5.      Revue des Sciences Philosophiques et Théologiques 87 (2001), S. 733 (Edouard-Henri Wéber).

6.      Zeitschrift für Katholische Theologie 123 (2001), S. 483 (Bruno Niederbacher).

7.      Studi Medievali ser. III, 42 (2001), S. 662-665 (Guido Alliney)].

8.      Bulletin de philosophie médiévale. In: Archives de Philosophie 65 (2002), S. 18f.  (Alain Galonnier).

Intention und Durchführung der Arbeit:

Die Studie versteht sich als ein theologiegeschichtlicher Beitrag zur christlichen Theologie natürlicher Gotteserkenntnis, wie sie sich angesichts einer Fundamentalkrise der christlichen Gottesidee im 13. Jahrhundert entwickelt hat. Gegenstand der Arbeit sind Entstehung, Entfaltung und Fortleben einer lange unbeachtet gebliebenen Traditionslinie innerhalb der mittelalterlichen scholastischen Theologie der Gotteserkenntnis, nämlich der Theorie einer naturalen bzw. impliziten Gotteserkenntnis des Menschen. Von Vertretern dieser Theorie, zu denen so bedeutende Namen wie Thomas von Aquin und Bonaventura gehören, wird behauptet, daß in jedem menschlichen Erkenntnisakt Gott selbst miterkannt ist, und sei es in einer noch so verborgenen, indirekten, präreflexiven, eben impliziten Form. Der erste Systematiker dieses schon durch antik-pagane Vorläufertheorien angebahnten Traditionsstromes ist der 1293 verstorbene Theologe Heinrich von Gent, einer der bedeutendsten Denker des ausgehenden 13.Jahrhunderts. Die Besonderheit seines Ansatzes liegt in der Verknüpfung der Theorie naturaler Gotteserkenntnis mit der Frage nach dem Ursprung menschlichen Erkennens, speziell mit der Frage nach dem Ersterkannten (primum cognitum), womit etwas umschrieben ist, was man als Ur- oder Primärbegriff des menschlichen Denkens bezeichnen könnte. Die in Heinrichs Texten argumentativ sehr anspruchsvoll und differenziert vorgetragene Theorie kommt in einem deskriptiv-dokumenta­rischen Verfahren, das vor allem durch literarhistorische und quellenanalytische Untersuchungsschritte ergänzt wird, zur Darstellung. Einer methodischen Forderung zeitgemäßer Mediävistik folgend, dient eine breite Untersuchung der unvermutet vielgestaltigen und überraschungsreichen Wirkungsgeschichte Heinrichs dazu, nicht nur manches zum tieferen Verständnis der Lehre Heinrichs selbst hinzuzugewinnen, sondern auch für eine kritische Standortbestimmung moderner Heinrich-Forschung Kenntnisse über das Gewordensein ihres historiographischen Profils zu erhalten.

Aus dem Inhalt:

Leben, Werke und theologische Ausrichtung des Heinrich von Gent. - Die Fundamentalkrise der christlichen Gottesidee zu Beginn des 13. Jahr­hunderts. - Diskussion der Reichweite und Geltung aposteriorischer Gotteserkenntnis. - Neubegründung der Beweiskriterien natürlicher Gotteserkenntnis. - Der Begründungsgang einer Ersterkenntnis Gottes als Teilelement eines apriorischen Gottesbeweises bei Heinrich von Gent vor dem Hintergrund patristischer und scholastischer Theorien eingepflanzter bzw. naturaler und impliziter Gotteserkenntnis. - Das Fortleben der Primum cognitum-Theorie Heinrichs im Zusammenhang seiner allgemeinen Wirkungsgeschichte von der Hochscholastik bis ins 20. Jahrhundert.

5)      Laarmann, Matthias: Transsubstantiation. Begriffsgeschichtliche Materialien und bibliographische Notizen. In: Archiv für Begriffsgeschichte 41 (1999), S. 119-150.

6)      Laarmann, Matthias: Patristische Aszese und Martyriumstheologie als Antwort auf die Kirchen- und Christentumskritik im radikalen Aristotelismus des 13. Jahrhunderts. Die Predigten des hl. Bonaventura OMin (1221-1274) zum Fest der hl. Agnes. In: Johannes Arnold / Rainer Berndt SJ / Ralf M. W. Stammberger (Hrsg.): Väter der Kirche. Ekklesiales Denken von den Anfängen bis in die frühe Neuzeit. Festgabe für Hermann-Josef Sieben SJ zum 70. Geb. Paderborn: Schöningh 2004, S. 717-743.

7)      Laarmann, Matthias: Nachwort der Übersetzer: In: Decorte, Jos: Eine kurze Geschichte der mittelalterlichen Philosophie [Waarheit als weg. Beknopte geschiedenis van de middeleeuwse wijsbegeerte. Kapellen / Kampen (NL) 1992 (335 S.)]. Ins Dtsch. übers. und mit einem kommentierten bibliogr. Anhang versehen v. Inigo Bocken und M. L. (UTB 2439). Paderborn: Schöningh 2006 (352 S.), dort. S. 326-327.

8)      Laarmann, Matthias: Bibliographischer Anhang. Hinweise zu Text­ausgaben und Übersetzungen sowie zum allerersten Weiterlesen in der deutschsprachigen Sekundärliteratur. In: ebd., S. 328-340.

9)      Laarmann, Matthias: Die Präsenz sächsischer Franziskaner in China und Japan. In Dieter Berg (Hrsg.): Missionsgeschichte (Geschichte der sächsischen Franziskanerprovinz von den Anfängen bis zum Ende des 20. Jahrhunderts. Bd. 4) (in Vorb.; ca. 40 S.; ca. 2008).

10)    Laarmann, Matthias: Henry of Ghent’s Theory of God as ‘primum cognitum’ and ‘primum volitum’. In: Gor­don A. Wilson (ed.): A Companion to Henry of Ghent. Leiden: Brill (in Vorb.; Sommer/Herbst 2008).

11)    Laarmann, Matthias: Wissenschaft und Weisheit. Das Theologiekonzept der Katharinenpredigt des Weltklerikers Heinrich von Gent († 1293) als Dokument der hochscholastischen Universitätspredigt. Text - Übersetzung - Erklärung (in Vorb.).

12)    Laarmann, Matthias: Die Lehre von Gott als dem Erstgewollten (primum volitum) bei Heinrich von Gent vor dem Hintergrund der theologischen Diskussion des 13. Jahrhunderts. Bemerkungen zum Heinrich von Gent, Qdl. XIII,9. [Vortrag vor der 'International Henry of Ghent Conference’. De Wulf-Mansion-Centrum, Hoger Instituut voor Wijsbegeerte, Katholieke Universiteit Leuven, 12.-16. September 2001] (ca. 25 S. pro manuscripto; in Vorb.).

13)    Laarmann, Matthias: Ein Beitrag aus der renaissancephilosophischen Proklos-Kommentierung zur scholastischen Diskussion um das Ersterkannte des menschlichen Intellekts (Cod. Vat. lat. 4567, fol. 39v-40v: Utrum Deus sit primo co­gnitum a nobis. Pro eius intellectu ...). Einleitung, Textedition und Übersetzung. In: Bochumer Philosophisches Jahrbuch für Antike und Mittelalter (ca. 35 S. pro manuscripto; in Vorbereitung) [vgl. Laarmann, Deus, primum cognitum. 1999, S. 387; der lat. Text ist bereits ediert im Universitätsexemplar der o. g. Dissertation (1997), dort S. 384-387].

14)    Laarmann, Matthias: Resignatio sui. Zur Lehre von der Selbstaufgabe und Willensverneinung in der Mystik des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit. In: Archiv für Begriffsgeschichte (in Vorb.; ca. 55 S. pro manuscripto).








 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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